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Ein offenes Buch mit dem Wort Chronik darauf. Das Buch ist von Feuerwehrausrüstung wie Helm, Feder und Feuerlöscher umgeben. Im Hintergrund steht ein Feuerwehrmann.

Chronik

Die Freiwillige Feuerwehr und ehemalige Rettungsabteilung Heimschuh wurde unter dem Kommandanten Hans Neumann und seinem Stellvertreter Karl Hartlieb, mit Rettungsabteilungsleiter Alois Reich und Alt- Bürgermeister Christian Tertinegg am 28. Mai 1933 gegründet. Damals meldeten sich 39 Männer zum Dienst in der freiwilligen Feuerwehr. Schon ein Jahr später, am 15. August 1934 konnten das erste „Rüsthaus“ und als Löschgerät eine sogenannte „Saugdruckhandpumpe“ eingeweiht werden. Noch vor Beginn des zweiten Weltkrieges wurde von Feuerwehrkameraden die erste Sirene selbst konstruiert und gebaut, ehe die Wehr im Jahr 1939 in die deutsche Feuerpolizei eingegliedert wurde. Zwischen 1939 und 1945 gab es keine Aufzeichnungen rund um das Wehrgeschehen.

Nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen Christian Tertinegg und Johann Kainz die Führung der Wehr, ehe Johann Posch die Freiwillige Feuerwehr als Hauptmann übernahm. Seine Führung sollte 22 Jahre lang an- dauern.

In dieser Zeit fanden zahlreiche Umstrukturierungen und Neuausrichtungen im heimischen Feuerwehrwesen statt. So wurden im Jahr 1958 eine neue Motorspritze „R-VW 75“ inkl. Schlauchmaterial und im Jahr 1964 der erste Rüstwagen der Marke „Landrover“ angekauft. Zwischen 1968 und 1970 wurde ein neues Rüsthaus am Gelände des heutigen Bauhofs erbaut.
Kurz danach wurden im Jahr 1972 die ersten analogen Funkgeräte angeschafft, welche die Kommunikation im Einsatzfall revolutionierte.

Im Jahr 1979 übernahm unser Ehren-Abschnittsbrandinspektor Johann Schrotter die Führung der freiwilligen Feuerwehr. Eine seiner ersten Tätigkeiten als Kommandant war die Anschaffung eines gebrauchten Lkw der Marke Mercedes, der von den Kameraden in vielen mühevollen Arbeitsstunden zu einem Tanklöschfahrzeug mit Notstromaggregat und schwerer Atemschutzausrüstung umgebaut wurde. Die feierliche Segnung des ersten Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Heimschuh fand im Jahr 1980 statt.


Nur fünf Jahre später – im Jahr 1985 - folgte der Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges der Marke VW–LT35 mit einer benzinbetriebenen Tragkraftspritze. Sie wurde heuer restauriert und wieder instand gesetzt. Ein weiterer Höhepunkt war die Anschaffung eines gebrauchten Puch G im Jahr 1990, als Ersatzbeschaffung für den Rüstwagen Landrover aus 1964. Dieser Puch G wurde im vergangen Jahr 2022 aufwendig general- saniert und leistet im Einsatz wertvolle Unterstützung. Im Jahr 1991 übergab Johann Schrotter das Kommando an HBI a.D. August Taucher. 1992 wurden die ersten Kameraden mit „Rufempfängern“ ausgestattet.

Zwischen 1994 und 1997 erfolgte der Bau des neuen Rüsthauses am heutigen Standort, ehe im Jahr 2000 unser heutiges Tanklöschfahrzeug mit 3000 Liter Löschwasser, Allradantrieb und modernster Bergeausrüstung in Dienst gestellt wurde. Das alte Tanklöschfahrzeug wurde an die Feuerwehr Maureni in Rumänien gespendet, dort ist es - gemeinsam mit dem Kleinlöschfahrzeug VW LT 35 - bis heute im Einsatz.

2003 wurde eine neue Tragkraftspritze „TS-12“ aus dem Hause Lohr-Magirus gekauft, welche heute ebenfalls noch im Einsatz ist.

Um die 2000er wurde auch wieder mit intensiver Jugendarbeit begonnen. Federführend dabei war Oberbrandinspektor Ernst Held, der es geschafft hatte, viele Jugendliche für das Ehrenamt Feuerwehr bis heute zu begeistern. Im Jahr 2005 traten die ersten Frauen der Feuer- wehr Heimschuh bei.

Im Jahr 2007 standen wieder turnusmäßige Wahlen des Wehrkommandos an, bei denen HBI a.D. Karl Posch und OBI Michael Oblak die Führung übernahmen.

Unter HBI Karl Posch wurde das Kleinlöschfahrzeug gegen einen Lkw mit Allrad ausgetauscht und ein Mannschaftstransportfahrzeug von Renault gekauft. Auch eine Wettkampfgruppe wurde gegründet, deren Mitglieder teilweise bis heute bei Feuerwehrleistungsbewerben erfolgreich teilnehmen. Nach 10 Jahren in Kommandofunktion übergab 2017 Karl Posch die Führung an HBI Michael Oblak und der neue OBI Christian Primus wurde mit nur 24 Jahren einstimmig zum stellvertretenden Feuerwehrkommandanten gewählt. In den letzten fünf Jahren wurden die Ausrüstungsgegenstände weiter modernisiert (Rollcontainersystem) und das Funkwesen auf Digitalfunk umgestellt. Auch die Schutzausrüstung inkl. neuer Schutzhelme wurden neu angeschafft.

Da das bestehende Feuerwehrhaus bereits aus allen Nähten platzte, wurde es 2017 um einen Fahrzeugstellplatz, einer Atemschutzwerkstatt und einer allgemeinen Werkstatt erweitert. Neben der bereits erwähnten Sanierung des Puch G wurde das ehemalige Musikheim der Feuerwehr übergeben und zu einem Katastrophenhilfsdienst-Lager umgebaut. Noch zu Zeiten von Corona fanden im Jahr 2022 abermals Kommandowahlen statt. Seither wird die Feuerwehr von HBI Stefan Gröbner und OBI Christian Primus geführt. Im Herbst 2022 wurde für alle Kameradinnen und Kameraden eine neue Dienstbekleidung an- geschafft. Aktuell werden die alten Atemschutzgeräte gegen eine neue, modernere und leichtere Atemschutzausrüstung mit eingebauten Sprechfunk ausgetauscht.

Auch auf die Lieferung eines Teleskopladers als Stützpunktfahrzeug für den Bereichsfeuerwehrverband Leibnitz wird schon sehnsüchtig gewartet. Mit diesen modernen Ausrüstungsgegenständen und einer Mannschaft von 102 Männern und Frauen, bestehend aus aktiven Mitgliedern, Ehrenmitgliedern, Jungfeuerwehrfrauen und -männern ist die Feuerwehr für die derzeitigen Anforderungen Bestens gerüstet, um der Bevölkerung immer rasche Hilfe zu gewährleisten. Möglich wurde dies jedoch nur durch den ständigen Ausbau der Feuerwehr und deshalb möchten wir uns bei der gesamten Mannschaft für ihren frei- willigen Dienst und ihr ehrenamtliches Engagement, sowie der Gemeinde Heimschuh herzlich bedanken.

Für das Kommando der Feuerwehr Heimschuh HBI Stefan Gröbner & OBI Christian Primus